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Welche Sorte Mensch bist du?

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Die Drei-Sorten-Mensch-Theorie.

Es gibt drei Sorten von Menschen. Der Vergangenheitsmensch, er ist durchschnittlich über sechzig Jahre alt und spricht gerne von seinem Militärdienst oder anderen nostalgischen Dingen. Er idealisiert alles, was vor dem verhexten Millennium im Jahr 2000 geschehen ist. Der Gegenwartsmensch, immer im Schuss, immer im Stress. Was er gerade macht, ist so wichtig, dass kein Abweichen von seinem Plan möglich ist. Als Beispiel ist hier der Bänker aufzuführen; sein Horizont reicht bis zur nächsten Bonizahlung. Was danach kommt – egal. Wie er es von den Hedgefonds gelernt hat, sind Prognosen über mehr als zwei Monate rein spekulativ und somit unbrauchbar. Die dritte Sorte ist der Zukunftsmensch. Zerstreut und oft als wahnsinnig abgestempelt, befasst er sich mit fliegenden Autos, Zeitmaschinen und alternativen Gesellschaftsentwürfen. In der Juliausgabe befassten sich unsere Autoren und Illustratoren mit letzterer Sorte. 2050, bis dahin dauert’s noch geschätzte 38 Jahre. Geschätzt, weil, wer weiss schon, was dann los ist. Alles was sich mit Sicherheit sagen lässt: Von nichts kommt nichts. Auch wenn die Zukunftsmenschen oft eins an der Waffel haben, mangelnde Reformbereitschaft und Konservatismus kann man ihnen nicht vorwerfen.

Es kann ein wenig utopisch klingen, wenn man sich in diesem Ausmass mit der Zukunft befasst. Zu wenig Gehalt, zu bodenlos. Mag sein, eine Vision bringt nur dann etwas, wenn sie zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Die Idee braucht eine Plattform. Diese hoffen wir auch mit dieperspektive zu bieten. Eine Plattform für Aussergewöhnliches.

Um unsere Zukunft zu formen, lancieren wir passend zum Thema auch eine Initiative. Zürich soll in Zukunft die Hauptstadt der Schweiz sein. Warum? Das erfährst du in diesem Heft. Wir haben ja wirklich ein luxuriöses Instrument für Zukunftsmenschen mit unserer direkten Demokratie. Der Weg von der Idee bis zur Zukunft wird mit der Möglichkeit einer Initiative enorm geebnet. Eine Bastelanleitung für eine Initiative findest du ebenfalls in dieser Ausgabe.

Ein Defizit von vielen Zukunftsmenschen ist wohl, dass sie viele Ideen haben, aber nur wenige davon umsetzen. Da kommt ein wichtiger Punkt im Drei-Sorten-System. Es braucht alle Sorten. Die Vergangenheitsmenschen reflektieren und geben wichtiges Feedback. Sie lehren den Menschen die Vergangenheit, worauf unsere Kultur ihre Basis baut. Die Gegenwartsmenschen setzen alles daran ein unmittelbares Problem zu lösen und Konkretes pragmatisch und rasch umzusetzen. Die Zukunftsmenschen fantasieren und brillieren mit ihren Ideen.

Soviel zum Drei-Sorten-System. Welches ist deine selbst erfundene Theorie? Wir freuen uns, diese in der Septemberausgabe abzudrucken: artikel@dieperspektive.ch

von Conradin Zellweger

 

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